Künstlersekretariat Buchmann GmbH

Joji Hattori

General Management

Violine

Joji Hattori erfreut sich einer breitgefächerten Karriere, erst als Konzertgeiger, eine Tätigkeit, die sich in die Leitung von Kammerorchestern, später in das Dirigieren von symphonischen Orchestern und Opern entwickelte. Im Sommer 2014 wurde Hattori zum Ersten Gastdirigenten und Ko-Intendanten des Balearischen Symphonieorchesters (Palma de Mallorca) berufen. Parallel dazu setzt er die Tätigkeit als Ständiger Gastdirigent des Wiener KammerOrchesters fort, eine Position, die er seit 2004 innehat. Von 2007 bis 2008 war Hattori Erster Kapellmeister am Theater Erfurt, von 2009 bis 2011 Musikalischer Leiter des Sommer-Festivals Kittsee. Hattori ist ferner Künstlerischer Leiter des Tokyo Ensembles, eines projektbezogenen Kammerorchesters in Japan, das er 2001 ins Leben rief.

Als Gastdirigent leitete Joji Hattori zahlreiche bedeutende Orchester, darunter das Philharmonia Orchestra London, die Wiener Symphoniker, die Slowakische Philharmonie oder das Yomiuri Symphonieorchester Japan und arbeitete mit namhaften Solisten – darunter Maria João Pires, Elisabeth Leonskaja oder Piotr Anderszewski. Juni 2009 debütierte Hattori an der Wiener Staatsoper mit drei Aufführungen der Zauberflöte (Wiener Symphoniker). Wiederholt dirigierte er auch am New National Theatre Tokyo, Tokyos führendem Opernhaus.

Geboren wurde Joji Hattori in Japan. Seine Kindheit verbrachte er in Wien, wo regelmäßige Opern- und Konzertbesuche sowie Hausmusikabende mit führenden Wiener Musikern seine musikalische Entwicklung prägten. Von beiden Kulturen beeinflusst, mit dem Ausgangspunkt seiner musikalischen Laufbahn in der Kammermusik, gilt Hattori heute als einer der wenigen Musiker asiatischer Herkunft, die international als Interpreten der Wiener Klassik anerkannt sind. Seinen ersten Geigenunterricht erhielt Hattori im Alter von fünf Jahren. Er studierte an der Wiener Musikhochschule unter Rainer Küchl, später setzte er seine Studien bei Yehudi Menuhin und Vladimir Spivakov fort. 1989 gewann Hattori den Internationalen Yehudi Menuhin Violin-Wettbewerb in England. Nach einem Jahrzehnt solistischer Tätigkeit wechselte er ins Dirigentenfach und nahm 2002 am 1. Maazel-Vilar Dirigenten-Wettbewerb in New York teil, an dem er einen der Hauptpreise erhielt und Maestro Lorin Maazel als Förderer gewinnen konnte.

Sein Operndebüt mit Mozarts La Finta Giardiniera (2004) an der Wiener Kammeroper wurde von der Wiener Presse einstimmig gepriesen, seine Japan-Erstaufführung von Leoncavallos Zaza am New National Theatre in Tokio führte zu einer weiteren Einladung Hattoris an Japans bedeutendstes Opernhaus, um hier 2006 das Mozart-Gedenkjahr zu eröffnen.

Joji Hattori ist Präsident und Jury-Mitglied des Internationalen Yehudi Menuhin Violin-Wettbewerbs und seit 2003 Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Darüber hinaus studierte Hattori Sozialanthropologie an der Universität Oxford (St. Antony College) und widmet sich der Forschung im Bereich nationale Identitäten.